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Schulprogramm


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„Kinder müssen zuerst

 singen und tanzen lernen.

Mathematik und Sprachen

folgen später.“

 

        Lord Yehudi Menuhin

 
 

Schule ist mehr als ein Ort, an dem Unterricht stattfindet.

Sie muss ein Ort sein, an dem sich Kinder, Lehrerinnen und Eltern

wohl fühlen können. Sie ist Lebensraum.


                                         
Aus dem Schulprogramm der Antoniusschule von 1993

                  

Das Schulprogramm liegt - nach 1993, 2000 und 2005 - in vierter Auflage vor - Stand Dezember 2010. Es gibt Einblick in unsere Arbeit und macht Arbeits- und Entwicklungsprozesse deutlich.

Der Prozess der Schulprogrammentwicklung begann an unserer Schule 1985. In den damals neu erschienenen Lehrplänen und Richtlinien wurde in einem Kapitel beschrieben, welche Aufgaben bei der Schulprogrammarbeit der einzelnen Schule zukommen.

Zunächst war es für uns schwierig, den Begriff genauer zu beschreiben und mit Inhalt zu füllen und noch schwieriger erschien es uns, damit praktisch umzugehen.

Es hatte für uns etwas mit dem Prozess der Gestaltung von Unterricht und Schulleben, Profil der einzelnen Schule und Weiterentwicklung zu tun. Dazu gehörten für uns Oberbegriffe wie

   - Arbeit mit dem / im Kollegium

   - Leben und Arbeiten in der Schule

   - Unterricht und Elternarbeit

   - Schulklima und Lernklima

   - Klassenraum, Schulgebäude und -gelände

   - Außerschulische Veranstaltungen und Aktivitäten 

und die Fragen: Wie können wir zu dem, was in den Richtlinien steht, zu einem Konsens im Kollegium kommen und wie kann die Schulleitung wiederum die Arbeit am Schulprogramm nutzbar machen für die Arbeit des Kollegiums in der Schule und zur Verbesserung des Unterrichts?

In den darauf folgenden Jahren beschäftigten wir uns in Lehrerkonferenzen mit Themen wie

   -  Gesellschaftlicher Hintergrund - Aspekt „Veränderte Kindheit“

   -  Aufgaben von Schule im weitesten Sinne

   -  Freiräume der Richtlinien

   -  Absprachen in der täglichen Erziehungsarbeit

   -  Verbesserung der Zusammenarbeit unter den Kolleginnen

   -  Öffnung von Schule

   -  Schule als Lebensraum: Gestaltung inner- und außerhalb des Schulgebäudes

Auch die Eltern waren am Prozess der Schulentwicklung beteiligt. 1991 haben wir alle Ergebnisse als Grundkonsens im Kollegium für gemeinsam getragene Absprachen schriftlich zusammengetragen und festgehalten und als Schulprogramm 1993 vorgelegt. Es dient seitdem allen Kolleginnen als Arbeitsgrundlage, bietet Anregungen, Hilfe und Unterstützung für die tägliche Schularbeit und fördert die Profilbildung der Schule.

Ein Teil davon wurde als "öffentliches" Schulprogramm  vorgestellt. So konnte sich auch die interessierte Öffentlichkeit über unsere unterrichtliche Arbeit und Schulleben informieren. Dadurch ist die Arbeit, die an der Schule geleistet wird, öffentlicher geworden. Es sind damit Standards gesetzt und Schule und Kollegium wird sicher von anderen auch daran gemessen.

Ein Schulprogramm entwickelt sich immer weiter. In vielen Bereichen unserer schulischen Arbeit gibt es – durch neue Erkenntnisse, Möglichkeiten, Impulse,  Weiterentwicklungen – Veränderungen im Sinne von weiteren Verbesserungen und neuen Schwerpunktsetzungen.

Nach 1993 sind neue Arbeitsschwerpunkte entstanden und ins Blickfeld gerückt:
Bis zum Jahre 2005 waren es:

      -      Ausbildung von Lehramtsanwärter/innen
-
       Umgang mit schwierigen Schülerinnen und Schülern und damit verbunden enge
        Zusammenarbeit mit der Jakob-Muth-Schule (Schule für Erziehungshilfe) auch als Standortschule
        Steele von 1991 bis 1996

-
       Entwicklung eines Konzepts „Schule von 8 – 1“
-
       Verständigung über Erziehungsziele
-       Mädchen- und Jungenförderung
-       Projekte zum interkulturellen Austausch
-       Entwicklung eines Konzepts zur Schulhofumgestaltung
-
       Entwicklung eines Förderstundenkonzepts
-
       Lernen und Bewegung
-       Umgang mit den Neuen Medien
-       Zur regelmäßigen Evaluation von Unterrichts- und Lernleistungen:
        Jährliche Überprüfung aller Kinder in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben
-       Erstellung einer Schulordnung
-       Einführung des Faches Englisch für die Klassen 3 und 4
-       Förderung auf unterschiedlichen Ebenen und Weisen auszubauen
-       Erstellen von Förderakten für jedes einzelne Kind
-       Planungen für "Antoniusschule als Offenen Ganztagsgrundschule ab dem Schuljahr 2006/07"        

Einige dieser Schwerpunktthemen sind weiterhin akturellm, einige bedürfen auf Grund von Veränderungen neuer Überlegungen:
Seit dem
Jahr 2005 sind neue Inhalte und Zielsetzungen dazugekommen, Schwerpunktthemen verändern sich.
U. a. haben wir uns beschäftigt mit:

-   Antoniusschule als offenen Ganztagsschule 

-   Weiterentwicklung der Förderung der Kinder durch Bewegung und Musik 

-   Zur regelmäßigen Evaluation von Unterrichts- und Lernleistungen:

  Jährliche Überprüfung aller Kinder im Mai in den Bereichen Lesen, Rechtschreiben und Mathematik

-   Erstellung einer Schulordnung in Zusammenarbeit mit dem Erzieher/innenteam 

-   Antoniusschule als gute, gesunde Schule

-   Umgang mit Kindern, die in höherem Maße unserer Fürsorge bedürfen

-   Beratung von Eltern

-   Einführung des Faches Englisch für die Klassen 1 und 2

Folgende Konzepte haben wir seit dem Jahre 2000 entwickelt:

-       Konzept für den Bereich Mobilitätserziehung

-       Medienkonzept

-       Förderkonzept

-       Förderkonzept „Kinder lernen Deutsch als Zweitsprache“

-       Konzept „Antoniusschule als Offene Ganztagsgrundschule“ 2006

-       Konzept "Antoniusschule auf dem Weg zur 'rhythmisierten Ganztagsschule' " 2009

-       Vertretungskonzept

-       Hygienekonzept
 

Folgende Projekte haben wir in den letzten fünf Jahren durchgeführt, bzw. weiterentwickelt:

  - "Percussion-afro-latina“ - Projekt mit dem Musiker Daniel Bazanta (Kolumbien)
     Auftritten als „Comparsa des San Antonio“ beim RuhrMarathon
     beim EssenMarathon im Oktober jährlich ab dem Jahre 2003
     beim „Carnival der Kulturen“ in Essen und seit 2002 regelmäßig in Bielefeld, beim Stadtfest „Essen Original“
     im Düsseldorfer Tanzhaus, beim NRW-Tag in Wuppertal 2008, im Düsseldorfer Landtag, im K21 in Düsseldorf,
     im Juni 2008 bei im Rahmen von "Essen verwöhnt - Gourmetmeile" beim ersten "Fète de la musique" in Essen,
     beim Gelsenkirchener Volkslauf 2010 u. a.
 -   Einrichten von Blockflötenklassen
 -  Teilnahme am Projekt „Klasse 2000" in Zusaamenarbeit mit der AOK bis 2008
 -  Zusammenarbeit mit der Studio-Bühne mit vielen verschiedenen Aufführungen mit Kindern unserer
    Schule, zuletzt "Die kleine Hexe", Biene Maja" und das Projekt  „Theater Erleben mit dem Räuber Hotzenplotz",
    seit 12/2010 teilnehmende Schule im "Krayer Grundschulnetzwerk", bei dem die Theaterarbeit im offenen 
    Ganztag durch die Bezirksvertretung VII gefördert wird.   
 -  Teilnahme am Landesprojekt "Kultur und Schule"  von Anfang an mit folgenden Jahresprojekten:
    2006  "Percussion afro-latina" mit dem Musiker Daniel Bazanta, Kolumbien
    2007 "Malschule 'Sieh! Mal!' " Kunstrpjekt mit dem Künstler Ralf Koenemann
 -  2008 "THEATER ERLEBEN - Vom ersten Kontakt zum Selber Spielen" mit der Schauspielerin und Theater-   
             pädagogin Sarah Jäger
 - 2009 "Reise nach Ghana" Tanz-Akrobatik-Projekt mit dem Tänzer, Msusiker und Akrobaten O. Odametey, Ghana
 - 2010/11 Tanzprojekt mit der Tänzerin und Tanzpädagogin Erika Pico, Kolumbien
 -  Teilnahme am Landesprojekt "Jedem Kind ein Instrument" von Anfang an seit dem Schuljahr 2007/08

Wir haben an folgenden Ausschreibungen erfolgreich teilgenommen:

 -
Bewerbung um die Landesauszeichnung „Bewegungsfreudige Schule NRW" 2004, 2006 und 2008 mit dem Ergebnis, dass wir jedes Mal Hauptpreisträgerschule geworden sind und das Gütesiegel erhalten haben.
 - Bewerbung beim bundesweiten Wettwewerb "Deutscher Präventionspreis" - 2008 - mit dem Ergebnis, dass wir für unser Engagement eine Anerkennungsurkunde erhalten haben.
 - Bewerbung bei dem bundesweiten Wettbewerb '"Engagement macht Schule" mit dem Ergebnis, dass wir einen Sonderpreis erhalten haben.

 - Förderpreis der AOK "Starke Kids Netzwerk". Hier haben wir 2009 den zweiten Platz erhalten.
 - Teilnahme am EU-Schulobstprogramm: Tägliche Belieferung mit frischem Obst und Gemüse seit April 2010.
 - Deutsche Schulsportpreis 2009/10, Schwerpunktthema "Sportverein und Schule - Gemeinsam für eine bewegte Zukunft", 2 Platz - gemeinsam mit dem Steeler Kanu Club SKC - verbunden mit einem Preisgeld von 3.000 € und der Preisverleihung in Berlin (25.06.2010)

Regelmäßig nehmen wir an Wettbewerben teil, zum Beispiel:
     -
     Geschichten schreiben
     -
     Mathe-Olympiade
     -
     „Känguru der Mathematik“
     -
     Malen
     -
     Sportabzeichen
   
 -     Verschieden sportliche Wettkämpfe, wie Schwimmen, Vielseitiger Mannschaftswettbewer, Laufen, Handball,
           .  .  . .
     -     Schach
     -     . . .

Gleichzeitig überprüfen und bewerten wir immer wieder unsere bisherige Arbeit im Rahmen von Gesprächen, Konferenzen, Fortbildungen, Arbeitstagungen und versuchen sie  zu verbessern und weiterzuentwickeln.

Eine Fülle von Arbeit, die geleistet worden ist und weiter geleistet wird! Es wird auch deutlich, wie hoch die Arbeitsbelastung und -verdichtung geworden ist – auch durch immer wieder neue Vorgaben aus dem Schulministerium. Immer wieder kommen wir dabei an natürliche Kapazitätsgrenzen.

Und trotzdem ist es uns an der Antoniusschule ganz wichtig, Freiräume zu haben oder sich zu schaffen, Forschungserkenntnisse umzusetzen, kreativ neue Wege zu gehen, neue Schwerpunkte zu setzen und Konzepte und Projekte weiterzuentwickeln und weiter Freude an der Arbeit zu haben, sich für Sachen zu begeistern und gerne zur Schule zu kommen. Dazu sind Zeit und Ruhe Voraussetzungen!

Es ist uns gelungen, Unterricht weiter zu verbessern, größere Projekte auf die Beine zu Stellen, die dazu beitragen, die Qualität von Unterricht zu steigern und das Schulleben lebendig zu machen !

Gründe für die erfolgreiche Arbeit sind sicherlich das gute Arbeitsklima, das Engagement, die große Leistungsbereitschaft und die gute Zusammenarbeit der Kolleginnen und dem Erzieher/innenteam an unserer Schule. Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und das große Engagement einiger Eltern hilft uns in vielen Fällen. Und nicht zuletzt ist es die Freude an unserem Beruf, die Arbeit mit den Kindern!

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           Stand: 11. Mai 2012